Als Universum (v. lat.: universus = gesamt; v. unus und versus = „in eins gekehrt“) wird allgemein die Gesamtheit aller Dinge und Objekte bezeichnet. Im speziellen meint man damit den Weltraum, auch Weltall oder Kosmos (v. griechischkósmos - (Welt)Ordnung, Schmuck, Anstand; das Gegenstück zum Chaos) bezeichnet die Welt bzw. das Weltall sowohl als das sichtbare Universum als auch als geordnetes, harmonischesGanzes.
Der Begriff Universum wurde von Philipp von Zesen durch den Ausdruck Weltall eingedeutscht. Oft wird mit dem Begriff Weltraum auch nur der Raum außerhalb der Erdatmosphäre bezeichnet. Da der Übergang von der Erdatmosphäre zum Weltraum fließend ist, existieren mehrere festgelegte Grenzen. International anerkannt ist die Definition der Fédération Aéronautique Internationale, nach der der Weltraum in einer Höhe von 100 km beginnt. Nach der Definition der NASA und der US Air Force beginnt der Weltraum bereits in einer Höhe von etwa 80 km (50 Meilen) über dem Boden.
Allgemeines
Die heute anerkannte Theorie zur Beschreibung der großräumigen Struktur des Universums ist die Allgemeine Relativitätstheorie von Albert Einstein. Auch die Quantenphysik hat bislang wichtige Beiträge zum Verständnis speziell des frühen Universums geliefert, in dem die Dichte und Temperatur sehr hoch waren und viele Prozesse unter Beteiligung von Elementarteilchen abliefen. Wahrscheinlich wird ein vollständigeres Verständnis des Universums erst erreicht, wenn die Physik eine Theorie entwirft, die die Allgemeine Relativitätstheorie mit der Quantenphysik vereint. In dieser Theorie der Quantengravitation sollen die vier Grundkräfte der Physik vereint werden.
Die Kosmologie, ein Teilgebiet sowohl der Philosophie als auch der Physik, befasst sich mit dem Studium des Universums, und versucht Eigenschaften des Universums wie beispielsweise die Frage nach der Feinabstimmung zu beantworten.
Herkunft, Alter und Zusammensetzung
In der klassischen Urknalltheorie wird angenommen, dass das Universum zu einem bestimmten Augenblick, dem Urknall (auch Big Bang), entstand und sich seitdem ausdehnt. Diese Theorie macht jedoch keine Aussagen darüber, was vor dem Urknall gewesen sein könnte, oder weshalb er überhaupt stattfand.
Das Alter des Universums ist aufgrund von Präzisionsmessungen des SatellitenWMAP mit 13,7 Milliarden Jahren relativ genau datierbar. Dies setzt voraus, dass der Urknall tatsächlich als zeitlicher Beginn des Universum betrachtet werden kann, was wegen Unkenntnis der physikalischen Gesetze für den Zustand unmittelbar nach Beginn des Urknalls nicht gesichert ist. Allerdings kann ein statisches Universum, dass unendlich alt und unendlich gross ist ausgeschlossen werden, nicht jedoch ein dynamisches unendlich grosses Weltall. Zum einen wegen der beobachteten Expansion des Weltalls, des Weiteren wies schon der AstronomHeinrich Wilhelm Olbers darauf hin, dass bei unendlicher Ausdehnung und unendlichem Alter eines statischen Universums es nachts nicht mehr dunkel werden dürfte (Olberssche Paradoxon).
Im intergalaktischen Raum (siehe auch Galaxie) beträgt die Dichte etwa ein Wasserstoff-Atom pro Kubikkilometer, innerhalb von Galaxien ist sie jedoch wesentlich höher. Desgleichen ist der Raum von Feldern und Strahlung durchsetzt. Die Temperatur der Hintergrundstrahlung beträgt derzeit 2,7 Kelvin (also ca. -270°C). Sie entstand 380.000 Jahre nach dem Urknall und wird auch als Geburtsschrei unseres Universums bezeichnet. Das Universum besteht nur zu einem kleinen Teil aus uns bekannter Materie und Energie (4 %), der größte Teil macht eine bis heute weitgehend unverstandene „dunkle Materie“ (23 %) und „dunkle Energie“ (73 %) aus, die für die beschleunigte Expansion verantwortlich ist, auf welche aus den Daten des Satelliten WMAP geschlossen wurde. Die Gesamtmasse des sichtbaren Universums liegt zwischen 8,5·1052 und 1053 kg. Ohne dunkle Energie würde sich durch die Gravitationswirkung der Materie die Expansion des Universums verlangsamen und, sofern genügend Materie vorhanden ist, letztendlich umkehren: das Universum würde in einem sogenannten „Big Crunch“ wieder in sich zusammenstürzen und zu einer Singularität kollabieren.
Ein Stern besteht zu ca. 70 % aus Wasserstoff (H2) und ca. 30 % aus Helium (He). Die anderen chemischen Elemente, insbesondere die, aus denen die Planeten bestehen, können bei dieser groben Rechnung vernachlässigt werden. Daraus errechnet sich das Durchschnittsgewicht eines Atoms mit 2,14 x 10-27 kg. Die Masse eines Sterns beträgt in der Regel 2 x 1030 kg, enthält also 1057 Atome. Im sichtbaren Universum kann man von 100 Milliarden oder 1011Galaxien ausgehen, die jeweils 1011 Sterne enthalten. Das ergibt 1022 Sterne. Die Zahl der Atome im sichtbaren Weltall dürfte daher bei 1079 Atomen liegen. Nach genaueren Berechnungen unter Verwendung der Theorie des inflationären Universums wird die Anzahl der Teilchen im beobachtbaren Universum zwischen 4·1078 und 6·1079 geschätzt.
Form und Volumen
Die Anschauung könnte die Vermutung nahelegen, dass aus der Urknalltheorie eine "Kugelform" des Universums folgere; das ist jedoch nur eine von mehreren Möglichkeiten. So wurden neben einem flachen unendlichen Universum viele andere Formen vorgeschlagen. Darunter beispielseise eine Hypertorusform, oder auch die in populärwissenschaftlichen Publikationen als "Fussballform" und "Trompetenform" bekannt gewordenen Formen.
Im CDM-Standardmodell (CDM von engl. Cold Dark Matter ) sowie dem aktuelleren Lambda-CDM-Standardmodell, welches die gemessene Beschleunigung der Expansion des Universums berücksichtigt, wird von einer euklidischen Geometrie und einem unendlichen Volumen des Universums ausgegangen. Dies ist nicht zwingend, da es gegenwärtig nur möglich ist, eine untere Grenze für die Ausdehnung des Universums anzugeben. Beobachtungsdaten des Satelliten WMAP schliessen nach Neil Cornish die meisten Beschreibungsmodelle des Universums, welche einen Radius kleiner 75 Milliarden Lichjahren besitzen, aus. Da die gemessene Geometrie von einer euklidischen nicht zu unterscheiden ist, wird das Lambda-CDM-Standardmodell jedoch als das einfachste Modell angesehen, welches an die Beobachtungsdaten angepasst werden kann.
Wichtig ist der Unterschied zwischen Unendlichkeit und Unbegrenztheit: Auch wenn das Universum ein endliches Volumen besitzen würde, so wäre es dennoch unbegrenzt. Leicht anschaulich wird dieses Modell unter Weglassung einer Dimension: Eine Kugeloberfläche hat eine endliche Fläche, hat aber keinen Mittelpunkt und ist unbegrenzt (man kann auf ihrer Oberfläche herumlaufen, ohne an ein Ende anzustoßen). So wie eine zweidimensionale Kugeloberfläche in einem dreidimesionalen Raum eingebettet ist, kann man, falls das Universum nicht flach sondern gekrümmt ist, sich diesen gekrümmten Raum als in einem höherdimensionalen Raum eingebettet vorstellen.
Zusammenhang zwischen Massendichte, lokaler Geometrie und Form
Obwohl die lokale Geometrie sehr nahe an eine flachen, euklidischen Geometrie liegt, ist auch eine sphärische oder hyperbolische Geometrie nicht ausgeschlosssen. Da die lokale Geometrie mit der globalen Form (Topologie) und dem Volumen des Universums verknüpft ist, ist letztlich auch unbekannt ob das Volumen endlich ist (mathematisch ausgedrückt: ein topologischer Kompakter Raum) oder ob das Universum einen unendlichen Rauminhalt besitzt. Welche Geometrien und Formen für das Universum möglich sind, hängt gemäss der Friedmann-Gleichungen, welche die Entwicklung des Universums im Standard-Urknallmodell beschreiben, wiederum wesentlich von der Energiedichte bzw. der Massendichte im Universum ab:
- Ist diese Dichte kleiner als ein bestimmter, als kritische Dichte bezeichneter Wert, so wird die lokale Geometrie als hyberbolisch bezeichnet, da sie als das dreidimensionale Analogon zu einer zweidimensionalen hyperbolische Fläche angesehen werden kann. Ein hyberbolisches Universum ist offen, d. h. ein gegebenes Volumenelement innerhalb des Universums dehnt sich immer weiter aus, ohne jemals zum Stillstand zu kommen. Das Gesamtvolumen eines hyperbolischen Universums kann sowohl unendlich als auch endlich sein.
- Ist die Energiedichte exakt gleich der kritischen Dichte, ist die Geometrie des Universums flach (euklidisch). Das Gesamtvolumen eines flachen Universums ist im einfachsten Fall, wenn man einen euklischen Raum als einfachste Topologie annimmt, unendlich. Es sind aber auch Topologien mit endlichem Rauminhalt mit einem euklidischen Universum zu vereinbaren. Beispielsweise ist ein Hypertorus als Form möglich. Auch ein flaches Universum ist wie das hyperbolische Universum offen, ein gegebenes Volumenelement dehnt sich also immer weiter aus.
- Ist die Energiedichte größer als die kritische Dichte, wird es als "sphärisch" bezeichnet. Das Volumen eines sphärischen Universums ist endlich. Im Gegensatz zum euklidischen und zum hyperbolischen Universum kommt die Ausdehnung des Universums irgendwann zum Stillstand und kehrt sich danach um. Das Universum "stürzt" also wieder in sich zusammen.
Gegenwärtige astronomische Beobachtungsdaten erlauben es nicht, das Universum von einem euklidischen Universum zu unterscheiden. Die bisher gemessene Energiedichte des Universums liegt also so nahe an der kritischen Dichte, dass die experimentellen Fehler es nicht ermöglichen, zwischen den drei grundlegendenen Fällen zu unterscheiden.
Überlegungen zum unendlichen Volumen
Interessant sind auch die philosophischen Implikationen, welche sich als Konsequenzen aus einem Universum mit unendlichem Volumen ergeben würden. Selbst extrem unwahrscheinliche, aber mögliche Ereignisse müssten sich in einem solchen Universum unendlich oft ereignen, solange die Wahrscheinlichkeit wenigstens noch größer als Null ist. Dies wird zum Beispiel oft in Argumentationen zusammen mit dem anthropischen Prinzip verwendet, um einige, für die menschliche Extistenz notwendige, Voraussetzungen zu erklären. Zieht man allerdings in Betracht, dass gemäß der Quantentheorie in einem vorgegebenen Raumvolumen nur eine endliche Anzahl von Zuständen untergebracht werden kann, ergeben sich manche dieser Konsequenzen schon bei Universen mit endlichem aber hinreichend großem Volumen. So schloss der Physiker Max Tegmark, dass aus dem gegenwärtigen Standardmodell des Universums folgt, dass im Durchschnitt alle Meter eine "Zwillingswelt" existieren muss.
Strukturen innerhalb des Universums
Auf der derzeit größten Skala bilden Galaxienhaufen und noch größere Superhaufen fadenartige Filamente, die riesige, blasenartige Hohlräume (engl. Voids) formen.
Es ergibt sich die folgende Rangfolge:
#Filamente und Voids
#Superhaufen (Bsp: Große Mauer Durchmesser: ca. 1 Mrd. Lichtjahre)
#Galaxienhaufen, Lokale Gruppe
#Galaxie (Bsp: Milchstraße Durchmesser: 100.000 Lichtjahre)
#Sternhaufen
#Sonnensystem (Bsp: Unser Sonnensystem: Durchmesser: ca. 300 AE = 11 Lichtstunden)
#Stern (Bsp: Unsere Sonne Durchmesser: 1.392.500 km)
#Planet (Bsp: Erde Durchmesser: 12.756,2 km)
#Mond (Bsp: Unser Mond Durchmesser: 3.476 km)
#Trojaner, Staubwolken und Asteroiden in Lagrange-Punkten
- Die ersten drei Minuten, Steven Weinberg (Nobelpreisträger Physik)
- Bildatlas des Weltraums, Antonín Rükl, Werner-Dausien-Verlag, Prag 1988 / Hanau 1992 (dt. Übers.) - ISBN 3768428087
- [http://arxiv.org/PS_cache/astro-ph/pdf/0310/0310571.pdf A Map of the Universe, J. Richard Gott III, Mario Juric, David Schlegel, Fiona Hoyle, Michael Vogeley, Max Tegmark, Neta Bahcall, Jon Brinkmann]
Weblinks
- [http://linpop.zdf.de/ZDFxt/module/space/start.html „Weltall erkunden“]
- Telepolis: [http://www.heise.de/tp/deutsch/special/raum/15826/1.html „Der Kosmos ist ein kleiner Fußball“]
- [http://www.heise.de/tp/deutsch/special/raum/default.html Special Weltraum] Telepolis-Artikel zum Thema Weltraum
- [http://www.pointcom.eu.com Die Suche nach Außerirdischer Intelligenz]
- [http://www.shatters.net/celestia Celestia: Ein Freeware Programm um entdeckte Asteroiden, Planeten, Sonnen und Galaxien dreidimensional anzuzeigen und zu Durchfliegen]
Videos
- Real Video Streams: (Aus der Fernsehsendung Alpha Centauri)
- [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&f=981206.rm Wie groß ist das Universum?]
- [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&f=981220.rm Sind wir allein im Universum?]
- [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&f=990926.rm Sind wir allein im Universum II?]
- [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&f=991010.rm&e=14:18 Wer sind unsere kosmischen Nachbarn?]
- [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&f=000130.rm Wird sich das Universum wieder zusammenziehen?]
- [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&f=001119.rm&g2=1 Wieviele Dimensionen hat das Universum?]
- [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&f=010819.rm Wie sieht die Zukunft des Universums aus?]
- [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&f=010916.rm Wie kalt ist es im Universum?]
- [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&g2=1&f=020901.rm Ist das Universum symmetrisch?]
- [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&g2=1&f=031029.rm Warum ist das Universum so kalt?]
Kategorie:Kosmologieja:宇宙ko:우주ms:Alam Semestasimple:Universe
Universum (Fernsehserie)
Universum ist die wöchentliche Dokumentationsschiene des ORF. Die erste Universum-Sendung ging im September 1987 auf Sendung, seither erscheint jeden Dienstag um 20.15 Uhr eine neue Folge. Aufgrund des Erfolgs der Sendereihe wird seit März 1998 auch immer am Donnerstag um 20.15 Uhr eine Sendung ausgestrahlt.
Universum beschäftigt sich mit den vielfältigsten Bereichen der Natur und in jüngster Zeit auch mit historischen Themen. In den Dienstag-Sendungen liegt der Hauptaugenmerk auf Dokumentationen über die Flora und Fauna unseres Planeten. Am Donnerstag werden andere Themenbereiche angeboten (Geologie, Archäologie, Geschichte, Klima etc.). Dabei werden sowohl Eigenproduktionen als auch Koproduktionen mit anderen Sendern (z.B. BBC) ausgestrahlt. Viele dieser Dokumentationen sind auch im Discovery Channel des PayTV-Senders Premiere zu sehen.
Als Sprecher fungiert seit Beginn der Sendung Otto Clemens, der mit seiner makanten Stimme Universum prägte.
Eine aufsehenerregende Sendung der Serie war die Folge Olympiade der Tiere vom 10. August2004, darin wurden die tierischen Leistungen auf die Größe des Menschen umgelegt und mittels Computeranimation dargestellt. Das ganze wurde wie eine Sportübertragung von Robert Seeger und Armin Assinger (moderieren gemeinsam unter anderem die alpinen Herren-Speedbewerbe im ORF) moderiert.
Kategorie:Fernsehserie (Österreich)
Universum (Science Center)
Im September 2000 eröffnete das Universum Science Center in Nähe der Universität Bremen.
Die Ausstellung befasst sich auf 4000 m² mit 3 Themengebieten - Expedition Mensch, Expedition Erde und Expedition Kosmos. Die Besucher werden animiert, die meisten der ca. 250 Exponate selbst auszuprobieren.
Der Bau, welcher an eine Mischung aus Wal und Muschel erinnern soll, wurde vom Bremer Architekten Thomas Klumpp entwickelt.
Die vom Betreiber angezielten Besucherzahlen wurden in jedem Jahr bei weitem übertroffen, so besuchen jährlich über 500.000 Besucher das Universum, was es zu einer der erfolgreichsten Touristenattraktionen der Hansestadt macht.
Siehe auch:Science Center
Weblinks
- [http://www.universum-bremen.de Universum Science Center Bremen]
Kategorie:Museum (Bremen)Kategorie:BremenHinweis: Nicht verwechselt werden sollte das Universum Science Center mit dem ebenfalls in Bremen ansässigen Space Center (Space Park).Der Betrieb des Space Center wurde aufgrund stark zurückgegangener Besucherzahlen 2004 eingestellt.Das Science Center ist ein völlig anderes Unternehmen, das nur einen ähnlichen Namen, jedoch keinerlei Verbindung zum Space Center hat.
Universum Verlag
Überblick
1930 in Berlin gegründet, hat der Verlag seinen Hauptsitz seit 1952 in Wiesbaden.
Das Verlagsprogramm reicht von Zeitschriften, Büchern und Kalendern bis hin zu elektronischen Medien. Die Medien werden zum einen für den Endkunden, zum anderen im Auftrag institutioneller Kunden konzipiert, recherchiert und erstellt.
Themenschwerpunkte
- Arbeit und Gesundheit
- Ausbildung und Berufsstart
- Behinderung und Beruf
- Kinder, Jugend & Schule
- Politische, wirtschaftliche und soziale Bildung
Leistungsspektrum
- Zeitschriften und Broschüren
- Verlegerische Betreuung von Buchprojekten
- Internet/Intranet: Konzeption, Entwicklung, Realisierung
- Pflege von Internetauftritten durch Online-Redaktion
- Multimediale Lern- und Informationsangebote
- Materialen für Schulen
- Vertrieb
Tochtergesellschaften und Beteiligungen
- [http://www.universum-online.de Universum Online AG], Wiesbaden - Universum Kommunikation GmbH, Berlin - [http://www.universum-media.ch Universum Media GmbH], Bettlach_SO (Schweiz)
- [http://cicero-kommunikation.de Cicero Gesellschaft für Werbung und Kommunikation GmbH], Wiesbaden - [http://www.naatz-partner.de Naatz+Partner Produkt-Service GmbH], Idstein
Die KarstadtQuelle AG ist Europas größter Warenhaus- und Versandhandels-Konzern. Er entstand 1999 durch die Zusammenführung der Karstadt Warenhaus AG (gegründet 1920) und der Quelle Schickedanz AG & Co. (gegründet 1927). Die voherige Dachgesellschaft Karstadt Warenhaus AG konzentriert sich seit der Fusion auf den Betrieb der Karstadt-Warenhäuser.
Überblick
Im Jahr 2003 erwirtschaftet der Konzern mit über 100.000 Mitarbeitern und einer Verkaufsfläche von 2.621.000 m² einen Umsatz von 15,3 Milliarden Euro. Im ersten Halbjahr 2004 sank der Umsatz auf 6,87 Milliarden Euro. Der Konzern ist im MDAX notiert. Ihre größte Filiale ist gleichzeitig auch das größte europäische Kaufhaus KaDeWe in Berlin mit 60.000 m² Verkaufsfläche; die größte Filiale unter der Marke Karstadt liegt auf der Zeil in Frankfurt am Main.
Geschäftsfelder
Die Geschäftsfelder der KarstadtQuelle sind:
- Stationärer Einzelhandel:
- Warenhäuser: Karstadt, Hertie, KaDeWe, Wertheim, Alsterhaus, WOM (World of Music), Schaulandt, LeBuffet
- Sporthäuser: KarstadtSport
- Versandhandel:
- Universalversand: Neckermann, Quelle - Spezialversand: Walz, Hess Natur, Fritz Berger
- Dienstleistungen:
- Touristik: Neckermann Reisen, Bucher Reisen, Thomas Cook AG (50%-Beteiligung)
- Finanzdienstleistungen: KarstadtQuelle Bank, KarstadtQuelle Finanz Service, KarstadtQuelle Versicherungen (22,5%-Beteiligung)
- Weitere Dienstleistungen: Customer Advantage Program (HappyDigits), Itellium, KarstadtQuelle Information Services
Geschichte
Geschichte der Karstadt Warenhaus AG bis zur Fusion mit Quelle
Am 14. Mai1881 gründete Rudolph Karstadt (1856-1944) sein erstes Geschäft namens "Tuch-, Manufactur- und Confectionsgeschäft Karstadt" in Wismar. Das zweite Karstadt-Haus wurde 1884 in Lübeck eröffnet. Kunden der ersten Stunde waren Thomas Mann und sein Bruder Heinrich Mann.
Karstadt setzte von Anfang an auf günstige Festpreise anstelle des sonst noch üblichen Handelns, sodass schnell Filialen in 24 Städten Norddeutschlands eröffneten.
1920 wurde die Firma Althoff von Karstadt übernommen und der gesamte Konzern in eine Aktiengesellschaft umgewandelt.
In der Zeit des Nationalsozialismus fielen andere große Einzelhändler der Zwangsarisierung zum Opfer: Hertie (damals noch nicht mit Karstadt verbunden), das Warenhaus Wertheim, die Leonhard Tietz AG (vgl. Leonhard Tietz), die in "Westdeutsche Kaufhof AG" umbenannt wurde.
1984 wurde die Neckermann Versand AG, an der Karstadt seit 1977 die Mehrheit hielt, eingegliedert. 1994 wurden die Hertie-Kaufhäuser (u.a. KaDeWe Berlin) von Karstadt aufgekauft. 1999 fusionierten die Karstadt Warenhaus AG und das Versandhaus Quelle AG zur KarstadtQuelle AG.
Die KarstadtQuelle AG und die Krise
Im Juli 2000 will Vorstandschef Walter Deuss nach Kritik an seiner Arbeit sein Amt niederlegen. Nachfolger wird Wolfgang Urban.
Im Januar 2001 will Karstadt bis zu 7.000 Stellen streichen. Der Konzern kauft die Textilkette Sinn-Leffers.
Im Oktober 2001 wird eine Gemeinschaftsfirma mit Starbucks gegründet.
Im November 2001 erhalten die Töchter Quelle und Neckermann den Chef Christoph Achenbach.
Bereits im Juli 2002 drücken geringere Umsätze in den Warenhäusern und rote Halbjahreszahlen den Aktienkurs. Im April 2003 wird bekannt, dass der Konzernumsatz im Jahre 2002 um 1,6 Prozent auf 15,8 Mrd. Euro gesunken ist. Der Jahresüberschuss bricht um über 30 Prozent ein (162,2 Mio. Euro).
Im März 2004 meldet der Konzern für das Jahr 2003 rund 3,4 Prozent weniger Umsatz. Der Jahresüberschuss sinkt erneut um über 30 Prozent.
Im Mai 2004 muss Vorstandschef Wolfgang Urban - dem wie seinem Vorgänger eine verfehlte Unternehmenspolitik nachgesagt wird - das Unternehmen verlassen (offiziell werden gesundheitliche Gründe angegeben). Im Juni 2004 wird Christoph Achenbach Konzernchef, Thomas MiddelhoffAufsichtsratschef.
Im Oktober 2004 wurde bekannt, dass sich der Karstadt-Konzern in dramatischen finanziellen Schwierigkeiten befindet. Aufgrund jahrelangen Missmanagements und der anhaltenden Einzelhandelsflaute sollen 77 (alle, die weniger als 8000qm Verkaufsfläche aufweisen) der 189 Warenhäuser in Deutschland verkauft werden. Ein Großteil der Beteiligungen des Konzerns (Facheinzelhandel, kleinere Karstadtfilialen, Anteile an der Thomas Cook AG und dem DSF sollen verkauft werden.
Im November 2004 wird veröffentlicht, dass im dritten Quartal 2004 ein Verlust von 1,1 Mrd. Euro entstanden ist. Die Trennung von Starbucks wird vollzogen.
KarstadtQuelle kämpft mit den Problemen des gesamten Einzelhandels, aber auch hausgemachten Problemen. So hielt man entgegen dem Markttrend an einem Gemischtwarenprogramm fest. Die Einrichtung sei zu altmodisch, das Programm nicht kundengerecht. Selbst die einstige Beratungskompetenz ging durch Personalabbau verloren. Im Jahr 2004 wurde der Abbau von etwa 8.500 Stellen und Verkauf/Schließung der Hälfte der ca. 150 Kaufhäuser geplant, um das Unternehmen noch zu retten. Im August 2005 wurden 75 Karstadt-Filialen, 51 SinnLeffers Modehäuser sowie die Fachhandelskette Runners Point verkauft.
Seit März 2005 hält ein Aktionärspool um Madeleine Schickedanz über 50% der Aktien.
Im Mai 2005 wird bekannt, dass der Umsatz im ersten Quartal um 8,6 Prozent sank. Im gleichen Monat wird Thomas Middelhoff nach Bitten von Quelle-Erbin und Großaktionärin Madeleine Schickedanz Vorstandschef.
- [http://www.kqfs.de KarstadtQuelle FinanzService]
KarstadtQuelle FinanzService betreibt FinanzCenter in fast allen großen Karstadt Warenhäuser, die sowohl Versicherungs- und Finanzprodukte des Direktversicherers KarstadtQuelle Versicherung, der eigenen KarstadtQuelle Bank, der ERGO Versicherungsgruppe (Victoria, Hamburg-Mannheimer, DKV, DAS), als auch aller namhaften Versicherungsunternehmen Deutschlands anbietet.
- [http://www.kqv.de KarstadtQuelle Versicherungen]
- [http://www.kqb.de KarstadtQuelle Bank]
Sanierung der KarstadtQuelle AG
- [http://www.karstadtquelle.de/ir/73_7704.asp "KarstadtQuelle schließt erste Sanierungsphase schneller als geplant ab"] - Mitteilung der KarstadtQuelle AG vom 3.8.2005 zum Verkauf von Unternehmensteilen
Kategorie:EinzelhandelsunternehmenKategorie:Unternehmen (Essen)
Kapkaupunki
Kapkaupunki on yksi Etelä-Afrikan kolmesta pääkaupungista (muut ovat Pretoria ja Bloemfontein). Kaupunki tunnetaan erityisesti laakeahuippuisesta Pöytävuoresta. Kapkaupungin asukasluku on noin 2,9 miljoonaa (2001).
Kapkaupungissa on kolme maan pääsarjassa pelaavaa jalkapallojoukkuetta: Santos, Ajax Cape Town ja Hellenic Football Club. Myös menestyksekkäät Western Provincerugby- ja krikettijoukkueet ovat Kapkaupungista.
kriketti
Valtion Ja Kunnan Tehtävät
Valtion hallintokoneiston päätehtävä on yhteiskuntajärjestelmän jatkuvuudesta huolehtiminen.
Suomessa valtiovalta kuuluu kansalle perustuslain (11.6.1999/731) 2 §:n mukaan. Eduskunta käyttää yhdessä tasavallan presidentin kanssa lainsäädäntövaltaa, ja riippumattomat tuomioistuimet käyttävät tuomiovaltaa. Perustuslaki kumosi 17. päivänä heinäkuuta 1919 annetun Suomen Hallitusmuodon, joka nimestään huolimatta oli myös perustuslaki.